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Nationale Rangliste · Daten 2015–2026 · Quelle: BFS

Die Gemeinden, die am häufigsten gegen das Schweizer Abstimmungsresultat stimmen

Unteriberg (SZ) stimmt am häufigsten gegen das nationale Resultat: Bei 45.1% aller eidgenössischen Vorlagen (2015–2026) lag die Gemeindemehrheit auf der anderen Seite als die Schweiz. Es folgen Vorderthal (43.1%) und Muotathal (40.2%). Gewertet werden Gemeinden ab 1000 Einwohnern – bei winzigen Gemeinden liesse sich echte Eigenständigkeit nicht von Zufallsausschlägen weniger Stimmen trennen. Quelle: BFS.

Top 100

BFS · 2015–2026
RangGemeindeAbweichungKantonEinwohner
1Unteriberg45.1%SZ2'524
2Vorderthal43.1%SZ1'032
3Muotathal40.2%SZ3'604
4St. Stephan38.2%BE1'316
5Buchholterberg38.2%BE1'584
6Rothenthurm37.3%SZ2'604
7Hasle36.6%LU1'841
8Rüschegg36.3%BE1'728
9Sattel36.3%SZ2'097
10Urnäsch36.3%AR2'382
11Boltigen35.3%BE1'258
12Unterlangenegg35.3%BE1'069
13Lauerz35.3%SZ1'165
14St. Silvester FR35.3%FR1'062
15Gontenschwil35.3%AG2'249
16Fischenthal34.3%ZH2'697
17Linden34.3%BE1'272
18Diemtigen34.3%BE2'307
19Röthenbach im Emmental34.3%BE1'221
20Roveredo34.3%GR2'711
21Schmiedrued34.3%AG1'145
22Lausanne34.3%VD145'596
23Birwinken33.7%TG1'452
24Schwellbrunn33.3%AR1'543
25Nesslau33.3%SG3'937
26Bern32.4%BE138'562
27Adelboden32.4%BE3'438
28Erlenbach im Simmental32.4%BE1'709
29Guggisberg32.4%BE1'487
30Eggiwil32.4%BE2'438
31Escholzmatt-Marbach32.4%LU4'587
32Emmetten32.4%NW1'691
33Eichberg SG32.4%SG1'614
34Schänis32.4%SG4'213
35Neckertal32.4%SG6'446
36Dürrenäsch32.4%AG1'393
37La Chaux-de-Fonds32.4%NE37'858
38Centovalli31.7%TI1'049
39Beatenberg31.4%BE1'210
40Eriswil31.4%BE1'346
41Flühli31.4%LU1'918
42Reichenburg31.4%SZ4'142
43Wolfhalden31.4%AR1'913
44Flums31.4%SG5'458
45Luzein31.4%GR1'706
46Reitnau31.4%AG1'663
47Wäldi31.4%TG1'179
48Amlikon-Bissegg31.4%TG1'423
49Serravalle31.4%TI2'052
50Lema31.4%TI2'667
51Luthern30.7%LU1'252
52Bauma30.4%ZH5'109
53Biel/Bienne30.4%BE57'462
54Frutigen30.4%BE7'136
55Reichenbach im Kandertal30.4%BE3'850
56Stocken-Höfen30.4%BE1'020
57Affoltern im Emmental30.4%BE1'224
58Entlebuch30.4%LU3'409
59Tuggen30.4%SZ3'491
60Morschach30.4%SZ1'402
61Wahlen30.4%BL1'653
62Quarten30.4%SG3'118
63Wildhaus-Alt St. Johann30.4%SG2'614
64Affeltrangen30.4%TG2'890
65Wuppenau30.4%TG1'215
66Homburg30.4%TG1'597
67Bussnang30.4%TG2'599
68Tresa30.4%TI3'147
69Vevey30.4%VD20'147
70Saas-Grund30.4%VS1'043
71Staffelbach29.7%AG1'398
72Lommis29.7%TG1'355
73Hagenbuch29.4%ZH1'168
74Dürrenroth29.4%BE1'075
75Werthenstein29.4%LU2'161
76Attinghausen29.4%UR1'781
77Matzendorf29.4%SO1'439
78Gonten29.4%AI1'480
79Oberriet29.4%SG9'417
80Benken29.4%SG3'119
81Lütisburg29.4%SG1'647
82Mosnang29.4%SG2'936
83Niederbüren29.4%SG1'571
84Erlen29.4%TG4'028
85Hauptwil-Gottshaus29.4%TG2'121
86Giornico29.4%TI1'761
87Val Mara29.4%TI3'048
88Sembrancher29.4%VS1'113
89St. Niklaus29.4%VS2'347
90Genf29.4%GE211'152
91Hallwil29%AG1'040
92Grindelwald28.7%BE3'942
93Plasselb28.7%FR1'099
94Tobel-Tägerschen28.7%TG1'751
95Mezzovico-Vira28.7%TI1'418
96Biasca28.7%TI6'213
97Wimmis28.4%BE2'732
98Wattenwil28.4%BE3'219
99Wyssachen28.4%BE1'125
100Hergiswil bei Willisau28.4%LU1'934
Volksabstimmungen (sd-t-17-02) 2015–2026 · Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen 28.09.2026

Und die Auslandschweizer?

BFS · 2015–2026

Nur 12 der 26 Kantone weisen ihre Auslandschweizer separat aus – ein gesamtschweizerisches Auslandschweizer-Resultat lässt sich daraus nicht bilden. Diese Blöcke sind keine Gemeinden und stehen deshalb nicht in der Rangliste oben.

In genau diesen 12 Kantonen zeigen die Auslandschweizer das umgekehrte Muster der ländlichen Spitzenreiter: 12 von 12 Blöcken stimmten im Schnitt Ja-freudiger als die Schweiz. Am häufigsten wich Genf vom nationalen Ergebnis ab (28.4%).

Auslandschweizer (Kanton)AbweichungØ ggü. CH
Genf GE28.4%+6.4
Appenzell Innerrhoden AI22.8%+6.5
Basel-Stadt BS22.5%+7.6
Freiburg FR22.5%+10
Waadt VD20.6%+8.8
Luzern LU19.6%+7.1
Zürich ZH19.6%+7.2
Uri UR18.6%+6.5
Aargau AG17.6%+7.1
St. Gallen SG15.7%+6
Thurgau TG15.7%+6.9
Wallis VS15.7%+8.2

Wie wir das messen

BFS

Anteil der eidgenössischen Abstimmungsvorlagen (2015–2026), bei denen die Mehrheit der Gemeinde auf der anderen Seite lag als das gesamtschweizerische Resultat (Ja gegen Nein). Grundlage sind die Abstimmungsergebnisse des BFS über alle Vorlagen dieses Zeitraums; gewertet werden Gemeinden mit mindestens 50 mitgestimmten Vorlagen. Gemeindeeigene Patts (genau 50%) zählen weder dafür noch dagegen. Nur Gemeinden ab 1000 Einwohnern erscheinen: In sehr kleinen Gemeinden können schon wenige Stimmen die Mehrheit kippen, sodass sich echte politische Eigenständigkeit nicht zuverlässig von Zufall trennen liesse. Die Spitzenränge sind dennoch kein Artefakt – die betroffenen Gemeinden weichen tief (rund 20 Prozentpunkte) und in eine feste Richtung ab, nicht knapp und zufällig.

Häufige Fragen

Sind das nicht einfach kleine Dörfer mit Zufallsergebnissen?
Nein. Deshalb sind nur Gemeinden ab 1000 Einwohnern gewertet, und die führenden Gemeinden weichen nicht knapp, sondern deutlich ab – bei den betroffenen Vorlagen im Schnitt rund 20 Prozentpunkte von der 50-Prozent-Marke entfernt und systematisch in dieselbe Richtung (sie lehnen ab, was die Schweiz annimmt). Das ist ein echtes politisches Muster, kein statistisches Rauschen weniger Stimmen.