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Warum die Zahl der Gemeinden immer weiter sinkt

Die meisten stellen sich die Schweizer Gemeinden als feste Liste vor, die man einmal auswendig lernt und dann kennt. Das stimmt nicht. Vor einer Generation hatte das Land rund 3'000 Gemeinden; heute sind es 2'123, und die Zahl sinkt fast jedes Jahr. Es verschwinden keine Orte — sie fusionieren.

Was eine Fusion wirklich ist

Eine Gemeindefusion vereint zwei oder mehr benachbarte Gemeinden zu einer einzigen neuen. Der Grund ist meist praktisch: Kleine Gemeinden tun sich schwer, allein einen Rat zu besetzen, eine Schule zu führen und die Verwaltung zu stemmen, also schliessen sie sich zusammen. Die neue Gemeinde erhält einen Rat, einen Steuerfuss und eine BFS-Nummer — und die alten hören als eigenständige Körperschaften auf zu bestehen.

Ändert sich meine Adresse?

Meist weniger als befürchtet. Ortschaftsname und Postleitzahl bleiben in der Regel gleich, denn sie gehören der Post und der Siedlung, nicht der politischen Gemeinde — der Unterschied in eine Postleitzahl ist keine Gemeinde. Was sich ändert, ist die massgebende Gemeinde: Auf amtlichen Dokumenten wird daraus die neue, fusionierte, oft mit neuem Namen.

Das ist auch der Grund, warum ältere Abstimmungsergebnisse und Statistiken noch Gemeinden auflisten, die heute nichts mehr regieren — sie waren eigenständig, als die Zahlen erhoben wurden.

Warum unsere Zahl aktuell ist

Jede von Hand getippte Antwort auf «Wie viele Gemeinden hat die Schweiz» ist an dem Tag falsch, an dem die nächste Fusion wirksam wird. Die Zahl oben stammt aus demselben amtlichen Datensatz, der jede Gemeindeseite dieser Website speist — sie ist also aktuell durch Konstruktion, nicht durch Erinnerung.