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Volksabstimmung · 08.03.2026Eidgenössische Vorlage

Bundesbeschluss über die schweizerische Währung und die Bargeldversorgung

73.4% JaNein 26.6%
Abstimmungen
Angenommen
Ja
73.4% 2'169'303
Nein
26.6% 785'762
Ständemehr
23 / 23
Beteiligung
57.4%

Stimmengewichtetes Resultat über 2'117 Gemeinden

Debatte Parlament

Der Nationalrat und der Ständerat lehnen die Volksinitiative mit grosser Mehrheit ab und unterstützen stattdessen den direkten Gegenentwurf des Bundesrates. Dieser nimmt die Anliegen der Volksinitiative auf und überführt bestehende gesetzliche Bestimmungen in die Verfassung.

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Breite Zustimmung zum Gegenentwurf

Beide Räte unterstützten mit grosser Mehrheit den direkten Gegenentwurf. Die Initiative beurteilten sie als ungeeignet. Ihrer Ansicht nach nimmt der Gegenentwurf die Anliegen der Initiative auf. Er vermeidet aber eine unnötige Verkomplizierung der Rechtsordnung, weil er bestehende Formulierungen übernimmt.

Vorschläge für Ergänzungen

Vereinzelt wurde in der Debatte vorgeschlagen, zusätzliche Aspekte in den Gegenentwurf aufzunehmen. Beispielsweise wurde gefordert, die bestehende Pflicht zur Bargeldannahme in der Verfassung zu verankern und festzuschreiben, dass Empfängerinnen und Empfänger von Sozialleistungen und Nothilfe immer Zugang zu Bargeld haben müssen. Diese Vorschläge fanden aber keine Mehrheiten und wurden nicht weiterverfolgt.

Bezeichnung der Währung

Die Räte haben diskutiert, ob die schweizerische Währung im Gegenentwurf als « Franken » oder als « Schweizerfranken » zu bezeichnen ist. Es setzte sich die Sichtweise durch, dass der Begriff « Franken » genügend klar ist. Das ist auch der Begriff, der in der Verfassung sowie auf den Münzen und Banknoten verwendet wird.

Nur vereinzelte Ablehnungen

Einige wenige Nationalrätinnen und Nationalräte lehnten den Gegenentwurf ab, weil sie sowohl ihn als auch die Initiative für unnötig halten. Die jetzige Rechtslage sei ausreichend.

Direkter Gegenentwurf (Bundesbeschluss über die schweizerische Währung und die Bargeldversorgung)

parlament.ch > Stichwörter, Geschäfte… > 24.063

Quelle: Erläuterungen des Bundesrates (Bundeskanzlei), Kapitel «Direkter Gegenentwurf» · Offizielle Seite

Resultat nach Gemeinde

Ja-Anteil pro Gemeinde
NeinJaKein Resultat
#GemeindeJa-AnteilKanton
1Mollens96.8%VD
2Suscévaz95.9%VD
3Moosseedorf90.1%BE
4Laupersdorf89.9%SO
5Essertines-sur-Rolle88.9%VD
6Lussy-sur-Morges88.1%VD
7Treytorrens87.9%VD
8Rivaz87.7%VD
9Dizy VD87.2%VD
10Mauraz87.1%VD

Resultat nach Bezirk

Ja-Anteil pro Bezirk — die von BFS publizierten Bezirkszahlen; Kantone ohne Bezirke bleiben neutral
NeinJaKein Resultat

Resultat nach Bezirk

Bezirksresultate, wie vom BFS publiziert — Top 10 Ja / Top 10 Nein

Wie die Kantone gestimmt haben

Ja-Anteil pro Gemeinde

Diese Vorlage brauchte das Volksmehr UND das Ständemehr. Sechs Kantone zählen als halbe Standesstimme (BV Art. 142).

23 von 23 Standesstimmen — Angenommen
NeinJaKein Resultat
Waadt77.5%
Zürich77.0%
Zug74.4%
Bern74.0%
Jura37.3%
Wallis33.8%
Tessin30.9%
#KantonJa-AnteilBeteiligungGemeinden
1Waadt77.5%64.0%300
2Zürich77.0%61.2%160
3Basel-Stadt76.1%62.7%3
4Zug74.4%60.5%11
5Bern74.0%54.6%329
6Appenzell Innerrhoden73.9%53.7%5
7Aargau73.9%55.6%196
8Obwalden73.8%62.3%7
9Nidwalden73.5%61.7%11
10Genf73.5%57.5%45
11St. Gallen73.4%56.0%75
12Luzern73.2%58.4%79
13Basel-Landschaft72.8%54.8%86
14Solothurn72.5%54.7%104
15Glarus71.5%51.3%3
16Thurgau71.4%57.1%80
17Graubünden71.3%54.6%100
18Appenzell Ausserrhoden71.2%58.5%20
19Uri71.0%50.0%19
20Schaffhausen71.0%74.0%26
21Schwyz69.8%60.2%30
22Tessin69.1%60.0%100
23Freiburg67.4%57.7%119
24Neuenburg67.4%51.0%24
25Wallis66.2%54.9%122
26Jura62.7%47.9%51

Abstimmungstext

BBl 2025 2885
Wortlaut anzeigen

Bundesbeschluss über die schweizerische Währung und die Bargeldversorgung (direkter Gegenentwurf zur Volksinitiative «Ja zu einer unabhängigen, freien Schweizer Währung mit Münzen oder Banknoten [Bargeld ist Freiheit]»)

vom 17. September 2025

Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft,

gestützt auf Artikel 139 Absatz 5 der Bundesverfassung, nach Prüfung der am 15. Februar 2023 eingereichten Volksinitiative «Ja zu einer unabhängigen, freien Schweizer Währung mit Münzen oder Banknoten (Bargeld ist Freiheit)», nach Einsicht in die Botschaft des Bundesrates vom 26. Juni 2024,

beschliesst:

I

Die Bundesverfassung wird wie folgt geändert:

Art. 99 Abs. 1 bis und 2 bis

1bis Die schweizerische Währung ist der Franken.

2bis Die Schweizerische Nationalbank gewährleistet die Bargeldversorgung.

II

Dieser Gegenentwurf wird Volk und Ständen zur Abstimmung unterbreitet. Sofern die am 15. Februar 2023 eingereichte Volksinitiative «Ja zu einer unabhängigen, freien Schweizer Währung mit Münzen oder Banknoten (Bargeld ist Freiheit)» nicht zurückgezogen wird, wird er zusammen mit der Volksinitiative nach dem Verfahren gemäss Artikel 139 b der Bundesverfassung Volk und Ständen zur Abstimmung unterbreitet.

Nationalrat, 17. September 2025

Die Präsidentin: Maja Riniker Der Sekretär: Pierre-Hervé Freléchoz

Ständerat, 17. September 2025

Der Präsident: Andrea Caroni Die Sekretärin: Martina Buol

Abstimmungstext auf Fedlex (BBl 2025 2885)

Quelle: Fedlex, BBl 2025 2885 — amtlicher Wortlaut

Wie lautete das Resultat der Abstimmung «Bundesbeschluss über die schweizerische Währung und die Bargeldversorgung»?
Am 08.03.2026 wurde «Bundesbeschluss über die schweizerische Währung und die Bargeldversorgung» mit 2'169'303 Ja gegen 785'762 Nein angenommen. Die Stimmbeteiligung betrug 57.4%.
Wie stimmten die Kantone über «Bundesbeschluss über die schweizerische Währung und die Bargeldversorgung» ab?
Das stärkste Ja kam aus Waadt (77.5%), das stärkste Nein aus Jura (62.7%).
Wurde «Bundesbeschluss über die schweizerische Währung und die Bargeldversorgung» angenommen?
«Bundesbeschluss über die schweizerische Währung und die Bargeldversorgung» wurde am 08.03.2026 landesweit angenommen.